Geschichte der Gebr. Conzelmann

Wie viele Geschichten von erfolgreichen Unternehmen beginnt auch diese mit einem fleißigen Geschäftsmann der schon früh eine Vision und den eisernen Willen hatte seine Zukunft selbst zu gestalten.

 

 

Im Jahre 1920 gründeten die beiden Brüder Karl und Christian Conzelmann die Trikotwarenfabrik „Gebr. Conzelmann". Karl Conzelmann war das älteste von 5 Kindern. Durch seinen Vater kam Karl schon früh mit dem Beruf des Trikotwebers in Berührung und so lag es auf der Hand, dass auch er nach seinem Schulabschluss mit 14 Jahren den Beruf als Trikotweber ergriff.

 

 

Schon lange träumte Karl Conzelmann davon eigene Rundstühle und Nähmaschinen zu besitzen. Dafür wurde mit aller Konsequenz gespart und auf das ferne Ziel hingearbeitet. Kurz nach seiner Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg erwarb er seine ersten Maschinen.

1920 war es dann endlich soweit und er gründete zusammen mit seinem Bruder das Unternehmen. Die Keimzelle des heutigen, über 90 Jahre alten Unternehmens, bestand aus ein paar gebrauchten Rundstühlen, einigen Nähmaschinen und einer Spindelpresse. Die erworbenen Maschinen waren schon lange außer Betrieb und in wenig gutem Zustand und somit auch nicht voll einsatzfähig.

Einen großen Vorteil besaßen die Maschinen aber. Auf ihnen lag ein Kontingent zur Garnbeschaffung, welches in Zeiten kriegsbedingter Rohstoffbewirtschaftung in der damaligen Zeit eine Existenzgrundlage war.

 

Die Trikotstoffe wurden auf eigenen Maschinen gewirkt, im Lohn ausgerüstet, im eigenen Betrieb zugeschnitten und zum fertigen Produkt zusammengenäht. In den Anfangsjahren dienten verfügbare Räume des Wohnhauses von Karl Conzelmann als Fabrikationsräume. Bereits ein Jahr nach der Gründung konnte ein Bauplatz für den Bau einer „richtigen Fabrik“ erworben werden und schon kurz darauf entstand ein für damalige Verhältnisse großzügiger Neubau.

 

Stetig wurde Erweitert und Verbessert und in Fachkreisen erarbeitete sich das Unternehmen einen guten Namen und Ruf. Im Jahre 1934 erwarb die Firma eine maßgebliche Beteiligung der Spinnerei in Wannweil. Diese Entwicklung schritt voran bis 1939. Dann „gingen in Europa die Lichter aus“. Während des 2. Weltkriegs wurde ein Großteil des Betriebes für die kriegsbedingte Fertigung geräumt.

 

 

Nach Ende des Krieges wurde die Produktion mit der übriggebliebenen Einrichtung, und sofern Rohstoffe zu erhalten waren, wieder begonnen. Durch die große Nachfrage blühte das Unternehmen wieder auf. Neue Impulse setzten der Neuaufbau, Erweiterung und Neuausstattung in der Spinnerei, Cotton-Strumpfwirkerei, Strickerei und Kettenstuhl-Wirkerei. Tailfingen als Produktionsstätte reichte nicht mehr aus und so verteilte sich die Firma -con-ta- auf die schwäbische Alb von Hausen i.K, Hartheim, Hechingen über Heinstetten, Meßstetten und Oberndorf a.N. bis nach Rangendingen und Schwenningen.

 

 

Am 14.06.1942 verstarb der Mitbegründer Christian Conzelmann unerwartet. Dieser Schicksalsschlag traf Karl Conzelmann schwer, aber durch seinen Rückhalt in der Familie, seinem Unternehmergeist und seinem Willen meisterte er auch diese Hürde.

 

 

Bereits in den 50’er Jahren erwarb Karl Conzelmann, aus eigenen Mitteln, 65 Werkwohnungen und stellte diese seinen Mitarbeitern zur Verfügung.

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